Das Bahnhofsviertel bekommt Nachwuchs

Es sind die unspektakulären Ereignisse, die auch einen Stadtteil wie das Frankfurter Bahnhofsviertel im positiven Sinne verändern. Meist prägen Negativ-Schlagzeilen wie Drogenszene oder Prostitution für Außenstehende das Bild unseres Quartiers. Es gibt aber auch andere, durchaus freudige Ereignisse, die hinter den Gründerzeitfassaden das Leben der Menschen bestimmen. Ich spreche jetzt von den jungen Neubürgern, die in den letzten drei Jahren das Licht der Welt erblickt haben.Im Etagenwohnhaus, in dem ich lebe, d.h. in der Münchener Straße, also im Zentrum des Stadtteils, wachsen nun drei Jungs auf: Max, Levi und Emil. Drei Paare, die sich entschlossen haben, hier zu leben und Kinder groß zu ziehen bzw. einen Teil ihres Lebens mit Kindern hier zu verbringen. Ich habe eine solche Belebung und Bereicherung meines Wohnhauses seit fünfzig Jahren nicht mehr erlebt und nehme diese “echten Events” mit Freude und positivem Erstaunen zur Kenntnis. Die solidarische Hausgemeinschaft bietet alle Unterstützung für die jungen Familien an. Was mich persönlich erfreut, sind die Aussagen der Eltern, weiterhin hier im Viertel zu bleiben; Anfragen bezüglich der Einschulungen stimmen zuversichtlich. Die Freude über diese Entwicklung sollten alle Bewohner des Bahnhofsviertels teilen. Es zeigt sich, daß eine familienfreundliche Umwelt auch hier möglich sein kann. Die Angebote für Kinderbetreuung sind vorhanden. Was noch nicht im wünschenswerten Umfang verwirklicht ist, bedarf noch weiterer Anstrengungen: Die Schaffung von familienfreundlichen und bezahlbaren Wohnungen für junge Familien auch im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Eine Antwort auf Das Bahnhofsviertel bekommt Nachwuchs

  1. Peter fritz sagt:

    Also – der Ruf nach ‘…Wohnungen für junge Familien auch im Frankfurter Bahnhofsviertel …’ scheint mir völlig widernatürlich zu sein. Ich habe jahrelang Münchener Str. 39 gewohnt, da lebt schon lange kein Deutscher mehr (D. m 2 deutschen Elternteilen…).
    Und einer der letzten deutschen Läden, Tabak Weider, wird auch bald verschwinden.

    Wer hier für Deutsche eine Zukunft sieht, ist m. e. blind für die Realität …

    Leider sind etliche Viertel von Nied, Griesheim u. Höchst auf dem Weg der Münchener Strasse, mit einem liebens-, lebenswertem Deutschland hat das meiner Meinung nach nichts zu tun.
    peter f.

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